Dr. Manuel Zeiler (LWL-Archäologie für Westfalen):
Das Siegerland zur Zeit der Kelten – Eine europaweit einzigartige Montanregion entsteht und verschwindet
Ende des 1. Jahrtausends v. Chr. besiedeln erste Bauern das Siegerland und leben dort in kleinen Gemeinschaften über hunderte Jahre. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begann ein ein-schneidender Wandel: Fremde Spezialisten wandernden ein und brachten die Technologie mit, Eisenerz zu verhütten. Innerhalb weniger Generationen wurden aus kleinen Verhüttungsöfen die größten ihrer Epoche in Europa entwickelt, massenhaft Eisen erzeugt und teilweise sogar die Landschaft massiv umgestaltet – bis um Christi Geburt alles vorbei war und die Region vollständig verlassen wurde.
Seit den 2000er Jahren erforscht eine Kooperation aus LWL-Archäologie für Westfalen, Deutsches Bergbau-Museum Bochum und Ruhr-Universität Bochum die Eisenzeit im Siegerland. Das Forschungsprojekt geht 2026 zu Ende und mit diesem Vortrag werden erstmals die Gesamtergebnisse vorgestellt.
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, um 18.30 Uhr im Eintrachtsaal der Siegerlandhalle (Einlass ab 18.00 Uhr). Der Eintritt ist frei!
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