Lern- und Gedenkort Fludersbach

Die im Internet frei zugängliche Mitgliederkartei der NSDAP, ihre breite mediale Aufbereitung durch große deutsche Tages- und Wochenzeitungen (SZ, Zeit, Spiegel) und ihre vielfältige Nutzung durch Personen, die mehr zu ihren Vorfahren erfahren möchten als das, was mündlich in ihrer Familie tradiert wird, belegen zugleich ein reges Interesse an der Geschichte des Nationalsozialismus. Und zu dieser Geschichte gehört für die Zeit von 1939 bis zum Kriegsende das Thema Zwangsarbeit. Es ist Teil des nationalsozialistischen Alltags.

Das aktuell erschienene LaG-Magazin „Lernen aus der Geschichte‟ (Heft 7/2026) widmet sich ausführlich dem „Gesellschaftsverbrechen NZ-Zwangsarbeit‟ und verdeutlicht einleitend, wie „alltäglich und allgegenwärtig‟ Zwangsarbeit war: „Sie fand nicht nur an weit entfernten Orten in den besetzten Gebieten statt, sondern vor der eigenen Haustür und manchmal auch dahinter: im Haushalt, beim mittelständischen Arbeitgeber, auf dem Bauernhof der Familie oder in der Nachbarschaft. Um diese Unrechtsgeschichte aufzuarbeiten, brauchte es keinen Besuch einer KZ-Gedenkstätte, sondern ‚das Graben‛ an dem Ort, an dem wir stehen.‟

Deshalb fordern wir, VVN-BdA und Geschichtswerkstatt Siegen, einen zentralen Gedenkort für das Thema, der für alle öffentlich sichtbar, nicht verschämt hinter einer Werkshalle, das Interesse für das Thema weckt, zu weiterer Forschung anregt und zu deren öffentlicher Präsentation beiträgt.

Der Ort des ehemaligen Hilfskrankenhauses für Ostarbeiter*innen in der Fludersbach ist unserer Ansicht nach dafür der denkbar beste Standort.

Unser Konzept enthält weitere Details.

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