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Obersdorf

2018 war für die Geschichtswerkstatt ein besonders produktives Jahr. Es erschienen zwei Jahrbücher „Siegener Beiträge“ und in der Reihe „Studien zur regionalen Geschichte“ der Band 3:

In der gemeinsam von Helga Althaus und Dr. Gerhard W. Göbel herausgegebenen Ortsgeschichte ‚Obersdorf – Zur Sozialgeschichte eines Siegerländer Dorfes von 1700 bis 1930 und zur Geschichte seiner Vereine und Institutionen‘ stellen acht Autoren, alle mit einem engen Verhältnis zu Obersdorf, zahlreiche Facetten dörflichen Lebens in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Den Auftakt dieser Ortsgeschichte bildet ein kurzes Essay zu Obersdorf und Rödgen, gefolgt von einer ausführlichen Arbeit zur demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinden Obersdorf, Rinsdorf und Eisern von 1700 bis 1930, eingebettet in die Wirtschaftsgeschichte des Siegerlandes. In weiteren Aufsätzen werden der DRK-Ortsverein, die freiwillige Feuerwehr, Fußball- und Turnverein, Heimatverein, CVJM und Posaunenchor in ihren geschichtlichen Entwicklungen vorgestellt. Beiträge zur Kindergarten-, Schul- und Kirchengeschichte ergänzen das Bild. Abgerundet wird das Ganze durch die Illustration des alltäglichen Lebens unserer Vorfahren und die Vorstellung besonderer Ereignisse im Dorf mit mehr als 300 Bildern, Plänen und Grafiken auf über 300 Seiten.

Das Buch kann zum Preis von 29,50 € erworben werden. Bestellungen sind bei Helga Althaus (0271-3937655), Dr. Gerhard W. Göbel (02745 -8540) oder unter https://www.drgerhardgoebel.de/kontakt/ möglich. In die Hand nehmen kann man das Buch bei den genannten Herausgebern oder im Stadtarchiv. Leseproben finden sich unter https://www.drgerhardgoebel.de/leseproben/.

Siegener Forum

Die wohl älteste Aufnahme zeigt Obersdorf gesehen von der Trift. Die Aufnahme entstand vor der Jahrhundertwende 1899/1900. Das Haus ‚Müllerheinrich‘ wird gerade aufgeschlagen. Vorlage: Privatbesitz
Die wohl älteste Aufnahme zeigt Obersdorf gesehen von der Trift. Die Aufnahme entstand vor der Jahrhundertwende 1899/1900. Das Haus ‚Müllerheinrich‘ wird gerade aufgeschlagen.
Vorlage: Privatbesitz

Dr. Gerhard W. Göbel, Brachbach

Eisen ist nicht alles!

Das Siegerland – Ein Eisenland?

Zur Bedeutung der Textilindustrie für das Bevölkerungswachstum im 18. Jahrhundert am Beispiel der Gemeinden Obersdorf, Eisern, Rinsdorf und Bürbach

Mit einem Beitrag zur Bevölkerungsgeschichte des Siegerlandes wird die Veranstaltungsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag den 6. November im KrönchenCenter fortgesetzt. Dr. Gerhard W. Göbel wird dann über Zusammenhänge zwischen industrieller Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel ausgewählter Siegerländer Gemeinden sprechen.

Die Eisenverarbeitung als die Haupternährungsgrundlage für die Einwohner des Siegerlandes hat diese Bedeutung erst seit der Hochindustrialisierungsphase, also seit ca. 1870. Wie weit man noch heute vom Stahlstandort Siegen sprechen kann, darüber ließe sich sicher streiten. Wichtig ist aber, dass im späten 17., im 18. und im frühen 19. Jahrhundert die Montanindustrie für zahlreiche Gemeinden des Siegerlandes nur eine äußerst geringe Bedeutung hatte. Auffällig sind dabei Unterschiede im Bevölkerungswachstum, denn vor allem die Orte, in denen keine eisenschaffende Industrie angesiedelt war, hatten Zuwachsraten, die weit über denen der ‚Hüttenorte’ lagen. Anhand von Gemeinden des Kirchspiels Siegen, vor allem der Gemeinde Bürbach, sowie der Gemeinden Obersdorf/Rödgen, Eisern und Rinsdorf will der Vortrag einige Zusammenhänge zwischen Bevölkerung, wirtschaftlicher Entwicklung und landesherrschaftlichen Eingriffen aufzeigen. Siegener Forum weiterlesen