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Siegener Forum

Die wohl älteste Aufnahme zeigt Obersdorf gesehen von der Trift. Die Aufnahme entstand vor der Jahrhundertwende 1899/1900. Das Haus ‚Müllerheinrich‘ wird gerade aufgeschlagen. Vorlage: Privatbesitz
Die wohl älteste Aufnahme zeigt Obersdorf gesehen von der Trift. Die Aufnahme entstand vor der Jahrhundertwende 1899/1900. Das Haus ‚Müllerheinrich‘ wird gerade aufgeschlagen.
Vorlage: Privatbesitz

Dr. Gerhard W. Göbel, Brachbach

Eisen ist nicht alles!

Das Siegerland – Ein Eisenland?

Zur Bedeutung der Textilindustrie für das Bevölkerungswachstum im 18. Jahrhundert am Beispiel der Gemeinden Obersdorf, Eisern, Rinsdorf und Bürbach

Mit einem Beitrag zur Bevölkerungsgeschichte des Siegerlandes wird die Veranstaltungsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag den 6. November im KrönchenCenter fortgesetzt. Dr. Gerhard W. Göbel wird dann über Zusammenhänge zwischen industrieller Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel ausgewählter Siegerländer Gemeinden sprechen.

Die Eisenverarbeitung als die Haupternährungsgrundlage für die Einwohner des Siegerlandes hat diese Bedeutung erst seit der Hochindustrialisierungsphase, also seit ca. 1870. Wie weit man noch heute vom Stahlstandort Siegen sprechen kann, darüber ließe sich sicher streiten. Wichtig ist aber, dass im späten 17., im 18. und im frühen 19. Jahrhundert die Montanindustrie für zahlreiche Gemeinden des Siegerlandes nur eine äußerst geringe Bedeutung hatte. Auffällig sind dabei Unterschiede im Bevölkerungswachstum, denn vor allem die Orte, in denen keine eisenschaffende Industrie angesiedelt war, hatten Zuwachsraten, die weit über denen der ‚Hüttenorte’ lagen. Anhand von Gemeinden des Kirchspiels Siegen, vor allem der Gemeinde Bürbach, sowie der Gemeinden Obersdorf/Rödgen, Eisern und Rinsdorf will der Vortrag einige Zusammenhänge zwischen Bevölkerung, wirtschaftlicher Entwicklung und landesherrschaftlichen Eingriffen aufzeigen. Siegener Forum weiterlesen