Archiv für den Monat: Oktober 2014

Siegener Forum

Die wohl älteste Aufnahme zeigt Obersdorf gesehen von der Trift. Die Aufnahme entstand vor der Jahrhundertwende 1899/1900. Das Haus ‚Müllerheinrich‘ wird gerade aufgeschlagen. Vorlage: Privatbesitz
Die wohl älteste Aufnahme zeigt Obersdorf gesehen von der Trift. Die Aufnahme entstand vor der Jahrhundertwende 1899/1900. Das Haus ‚Müllerheinrich‘ wird gerade aufgeschlagen.
Vorlage: Privatbesitz

Dr. Gerhard W. Göbel, Brachbach

Eisen ist nicht alles!

Das Siegerland – Ein Eisenland?

Zur Bedeutung der Textilindustrie für das Bevölkerungswachstum im 18. Jahrhundert am Beispiel der Gemeinden Obersdorf, Eisern, Rinsdorf und Bürbach

Mit einem Beitrag zur Bevölkerungsgeschichte des Siegerlandes wird die Veranstaltungsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag den 6. November im KrönchenCenter fortgesetzt. Dr. Gerhard W. Göbel wird dann über Zusammenhänge zwischen industrieller Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel ausgewählter Siegerländer Gemeinden sprechen.

Die Eisenverarbeitung als die Haupternährungsgrundlage für die Einwohner des Siegerlandes hat diese Bedeutung erst seit der Hochindustrialisierungsphase, also seit ca. 1870. Wie weit man noch heute vom Stahlstandort Siegen sprechen kann, darüber ließe sich sicher streiten. Wichtig ist aber, dass im späten 17., im 18. und im frühen 19. Jahrhundert die Montanindustrie für zahlreiche Gemeinden des Siegerlandes nur eine äußerst geringe Bedeutung hatte. Auffällig sind dabei Unterschiede im Bevölkerungswachstum, denn vor allem die Orte, in denen keine eisenschaffende Industrie angesiedelt war, hatten Zuwachsraten, die weit über denen der ‚Hüttenorte’ lagen. Anhand von Gemeinden des Kirchspiels Siegen, vor allem der Gemeinde Bürbach, sowie der Gemeinden Obersdorf/Rödgen, Eisern und Rinsdorf will der Vortrag einige Zusammenhänge zwischen Bevölkerung, wirtschaftlicher Entwicklung und landesherrschaftlichen Eingriffen aufzeigen. Siegener Forum weiterlesen

Siegener Forum

Dr. Marlies Obier / Werner Stettner

Deutschsprachige Schriftsteller im 1. Weltkrieg – Vortrag und Lesung

Pressefoto Stettner_Obier
Mit einem reizvollen literarisch- historischen Beitrag wird die Veranstaltungsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag den 23. Oktober im KrönchenCenter fortgesetzt. Dr. Marlies Obier und Werner Stettner werden in einer Mischung aus Vortrag und Lesung Schriftsteller im 1. Weltkrieg und ihre Werke vorstellen.

Als vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg ausbrach, waren auch viele deutschsprachige Schriftsteller wie Ernst Toller, Franz Werfel, Hugo von Hofmannsthal, Stefan Zweig, Joseph Roth, Robert Musil, Richard Dehmel, Erich Maria Remarque und viele andere als Frontsoldaten an den Kämpfen beteiligt, die meisten von Ihnen hatten sich freiwillig gemeldet. Manche von Ihnen fielen in diesem Krieg wie August Stramm oder Alfred Lichtenstein, Georg Trakl nahm sich das Leben. Fast jeder der Überlebenden kehrte nach Kriegsende als Pazifist und Kämpfer für den Frieden zurück.

Der Vortrag mit Lesung aus den Werken der Schriftsteller wird gestaltet von der Literaturwissenschaftlerin und Autorin zahlreicher Bücher mit literarischen Portraits Dr. Marlies Obier aus Wilnsdorf und dem Siegener Pädagogen und Rezitator Werner Stettner. Seit vielen Jahren präsentieren beide Themen aus Literatur und Geschichte in einem spannenden Dialog. Der Beitrag „Deutschsprachige Schriftsteller im Ersten Weltkrieg“ wird im nächsten Jahr mit einem zweiten Vortrag unter dem Titel „Der Weg zurück“ fortgesetzt.

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ ist eine Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V., Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. und Aktivem Museum Südwestfalen e.V. Die Reihe stellt im monatlichen Wechsel neuere Forschungen aus dem Spektrum der regionalen Geschichte vor, ist aber auch offen für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 23.10.2014, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs Siegen, KrönchenCenter, Markt 25, in 57072 Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 Euro.